POP ART

15. März 2020 – 17. Mai 2020
Das Museum im Schafstall zeigt vom 15.3.2020 bis zum 17.5.2020 160 Arbeiten der Pop-Art-Künstler Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Robert Indiana, Niki de Saint Phalle, Keith Haring, Mel Ramos und James Rizzi. Darunter befinden sich frühe Pre-Pop-Arbeiten von Andy Warhol und einer von drei VW 'New Beetle', gestaltet von James Rizzi.

Pop Art ist die Kunst nach dem Zweiten Weltkrieg, die sich aus den Tempeln der Galerien und Museen herauswagte, um sich dem Alltag der Menschen, vor allem den Konsumprodukten, den Logos, Werbungen, ikonischen Produkten und Stars zuzuwenden und selbst Ikonen herzustellen.

In den vergangenen zwei Generationen haben Künstler wie Andy Warhol, Roy Lichtenstein, Tom Wesselmann, Robert Indiana, Niki de Saint Phalle, Keith Haring, Mel Ramos und James Rizzi Arbeiten erzeugt, die allen bekannt sind und zur visuellen Grundausstattung westlicher Kultur gehören. Entstanden sind daraus Ikonen wie die LOVE-Skulptur von Robert Indiana, Roy Lichtensteins 'Whaam', Andy Warhols 'Marilyn Monroe', Niki de Saint Phalles bunte, rebellische ?Nanas? oder James Rizzis 'Beetle'. Ohne diese Arbeiten sähen die Werbung, das Produktdesign oder die vielen Logos, die uns täglich begleiten, anders aus.

Vor allem amerikanische und britische Künstler haben sich mit Chuzpe an den Markt und seine Produktionen gewagt, um sich von dort inspirieren zu lassen, ja sogar Industrie und Verkauf zur Mitgestaltung aufgefordert.

Diese Zuwendung zur Massenproduktion hat Konsequenzen für die künstlerische Arbeit. Nicht mehr der gefeierte originäre Pinselstrich des Genies, das unverwechselbare und damit auch schwer zugängliche und unbezahlbare Einzelwerk werden kultisch verehrt. Vielmehr widmen sich die Künstler allen Menschen zugänglichen Serienproduktionen, dem Multiple, der Druckgrafik, die sie oft in Zusammenarbeit im Sinne der 'factory' (Fabrik) erstellen. Der 'brush-stroke' (Pinselstrich) wird umgedeutet zum multiplizierbaren Künstler-Logo. Auch die althergebrachten Mittel der Malerei, Leinwand, Öl-Farbe, oder die traditionellen Materialien der Skulptur werden von den Pop-Art-Künstlern beiseite gelassen. Vielmehr wagt man sich daran, moderne Stoffe wie Einkaufstaschen, Grill-Pappteller, Kinderdrachen oder gar Tapeten zu gestalten und provokant als Kunst auszustellen und zu verkaufen. Zentral für dieses Vorgehen ist die Vorstellung demokratisch gesinnter Gleichwertigkeit. Warum soll ein künstlerisch gestalteter Pappteller weniger herausragen, weniger wert sein, als ein Meistergemälde des Mittelalters? So gestaltet Andy Warhol das Bild der heiligen Antonia aus der Schule des Piero della Francesca um zu eben einem solchen Siebdruck, wie wir ihn für Hollywood-Stars – etwa Marilyn Monroe oder Ingrid Bergman – kennen. In einer Welt der Allgegenwart visueller Eindrücke, vom Fernsehen, über die groß dimensionierten Werbeplakate auf den Straßen, bis hin zu den Leuchtreklamen, die sich in den Aufdrucken der Kleider, die wir tragen, spiegeln, erscheint die Kunst der Pop Art eingemeindet. Sie kämpft neben den anderen Produkten um Aufmerksamkeit. Auch deshalb bedienen sich die Künstler der Pop Art bunter, eingängiger, meist primärer Farben. Sie arbeiten an Gestaltungen von rascher Wiedererkennbarkeit, die schnell gelesen werden können, aber auch von den Notwendigkeiten des geschäftlichen Alltags befreien durch den spielerischen Umgang mit Formen, Figuren und Geschichten. Dabei verhalten sich die Künstler nicht bloß aus der Distanz kommentierend und abbildend, viel mehr mischen sie sich auch ein, gestalten den öffentlichen Raum, die Straßen, die Parks, U-Bahnen um, wenn man dort inmitten der Menschen bunte Skulpturen (Niki de Saint Phalles Nanas) platziert, mit künstlerisch gestalteten Wagen (James Rizzis New Beetle) fährt oder seine anarchischen Figuren (Keith Haring) auf freie Flächen der ansonsten mit Werbung überfrachteten Wände und Schilder zeichnet. Durch diese Interventionen entstehen nicht nur optische Knaller (Pops), sondern die durch Werbung und Kommerz entstandenen Zeichen werden umgewertet, erhalten rätselhafte Bedeutungen und öffnen sich dadurch dem ästhetischen Spiel, der ironischen Reflektion.

Die Galerie Cameo Kunsthandel
Seit 15 Jahren ist Cameo Kunsthandel auf dem Kunstmarkt aktiv tätig. Die beiden Besitzer der Galerien in Heilbronn und Mannheim, Axel Schmidt und Matthias Malchow, sind jedoch schon seit über einem Vierteljahrhundert mit Original-Grafiken, Plastiken oder Gemälden zugange.

Das Portfolio der Galerie Cameo umfasst die klassische Moderne, beispielsweise Picasso, Chagall, Miró und Matisse. Ein weiterer großer Schwerpunkt bilden Pop-Art mit Warhol, Ramos, Lichtenstein, Indiana, Wesselmann oder Haring und Rizzi im Neo-Pop-Bereich. Weitere Künstler wie Uecker, Mack, Hundertwasser oder Wunderlich sind ebenfalls vertreten. Aktuell werden auch Werke von Udo Lindenberg oder Otto Waalkes angeboten. In den Galerieräumen werden ständig Ausstellungen namhafter Künstler gezeigt. Das Angebot beinhaltet hochrangige Kunst von Gemälden, Original-Grafiken, Skulpturen und Objekten. Cameo Kunsthandel berät bei Wünschen und Entscheidungen mit fundierter Sachkenntnis, sucht weltweit nach den „Kunstträumen“ der Kunden und hilft auch bei Rahmungen, Restaurierungen und Finanzierungen im Businessbereich.

Das Museum im Schafstall bedankt sich bei Cameo Kunsthandel für die Leihgabe der 160 Kunstwerke.


Öffnungszeiten

Mittwoch und Sonntag:
10:00-17:00 Uhr
und nach telefonischer Absprache unter 07139/3924
Geschlossen: 12. April 2020 (Ostersonntag)

Führungen (Anmeldung erwünscht):
jeden Sonntag um 11.00 Uhr:
4,00 Euro zzgl. Eintritt

Gruppenpreis für Sonderführungen: 90,00 Euro zzgl. Eintritt

Eintrittspreise

5,00 Euro
Ermäßigt 3,00 Euro

Förderer & Partner

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“Miss Liberty?, “The Moon?, “The Bird?ZoomAs I opened fireZoomWhaam!Zoom

Hommage an LegerZoom Hommage an Leger

Marilyn MonroeZoom Marilyn Monroe

Micronite MaryZoom Micronite Mary

Niki de Saint PhalleZoom Niki de Saint Phalle

The pause that refreshesZoom The pause that refreshes